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Wir über uns

Als Wasserversorger erstreckt sich die Rauher-Berg-Grupp über zwei Landkreise und versorgt rund 20.000 Menschen zuverlässig mit Trinkwasser. Getragen wird der Verband von den Mitgliedsgemeinden Ichenhausen, Waldstetten, Weißenhorn, Pfaffenhofen und Kötz, die gemeinsam ein großes und leistungsfähiges Verbandsnetz betreiben.

Das Herzstück unserer Wasserversorgung bilden die Brunnenanlagen in Volkertshofen sowie am Rauher Berg in Wallenhausen. Von hier aus wird das Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und in das weitverzweigte Leitungsnetz der Mitgliedsgemeinden eingespeist.

Damit die Versorgung auch in Ausnahmesituationen jederzeit gesichert ist, unterhält die Rauher Berg Gruppe Notverbünde mit benachbarten Gemeinden und Verbänden – darunter die Wiesenbach Gruppe, die Stadt Weißenhorn sowie die Gemeinde Nersingen. Diese Verbindungen sorgen dafür, dass im Bedarfsfall Wasser ausgetauscht und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Im Wasserwerk in der Holzschwanger Straße in Pfaffenhofen sorgen Wassermeister Andreas Haisch und sein Team tagtäglich dafür, dass die Trinkwasserversorgung in bewährter Qualität und Zuverlässigkeit funktioniert. Verbandsvorsitzender ist Dr. Sebastian Sparwasser, Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Pfaffenhofen. Stellvertretende Vorsitzende ist Sabine Ertle, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Kötz.

Laufend werden im Verbandsnetz Verbesserungen und Sanierungen durchgeführt. In den vergangenen Jahren konnte unter anderem der Hochbehälter am Rauher Berg grundlegend saniert werden. In Volkertshofen werden derzeit neue Brunnen gebaut. Und auch im Verbandsnetz selber werden durch die Kollegen des Wasserwerks laufend Verbesserungen vorgenommen.

Die Geschichte der Rauher-Berg-Gruppe

Ihren Namen verdankt die Rauher-Berg-Gruppe dem Rauher Berg, einem bewaldeten Höhenzug im Stoffenrieder Forst. Mit 538 Metern ist er die höchste Erhebung der Gegend – rund zwei Kilometer von Wallenhausen entfernt, am Verbindungsweg nach Waldstetten gelegen. Am Rauher Berg befindet sich der Hochbehälter, von wo aus ein großer Teil des Netzes versorgt wird. Hier befinden sich außerdem weitere Brunnenanlagen.

Der Grundstein für den heutigen Zweckverband wurde am 9. Dezember 1965 gelegt: An diesem Tag trafen sich die drei bis dahin eigenständigen Wasserzweckverbände „Rothtalgruppe" (16 Mitgliedsgemeinden), „Biber- und Osterbach-Gruppe" (6 Mitgliedsgemeinden) und „Autenried-Oxenbronn" (4 Mitgliedsgemeinden) zu einer gemeinsamen Verbandsversammlung in der „Taverne" in Pfaffenhofen, mit dem Ziel, einen gemeinsamen Wasserzweckverband zu gründen. Anwesend waren Vertreter des Landratsamts Neu-Ulm unter Landrat Dr. Rauth, des Landratsamts sowie des Wasserwirtschaftsamts Günzburg und des Landesamts für Wasserversorgung und Gewässerschutz. Landrat Rauth brachte ein bereits ausgearbeitetes Konzept für eine gemeinsame Wasserversorgungsanlage ein – aus technischen wie finanziellen Gründen sollte die Versorgung mehrerer Gebiete zusammengelegt werden. Während Pfaffenhofen (Volkertshofen) über ausreichend Brunnenwasser verfügte, gestaltete sich die Wassererschließung in Rieden schwierig, und in Waldstetten war die Suche nach Wasser bis dahin erfolglos geblieben.

In den folgenden Verhandlungen einigte man sich auf die Gründung des Zweckverbands „Rauher-Berg-Gruppe" mit den Gemeinden des Rothtals, des Biber- und Osterbachtals sowie den Günzburger Gemeinden Autenried, Oxenbronn und Waldstetten. Die Gemeinde Roth knüpfte ihren Beitritt an die Bedingung, auch ihre rund drei Kilometer entfernten Weiler Hirbishofen und Luippen anzuschließen – dem wurde entsprochen. Die Gemeinden Volkertshofen, Berg und Rieden sowie der Zweckverband „Autenried-Oxenbronn" lehnten einen Beitritt dagegen ab; die Stadt Ichenhausen hätte nur angeschlossen werden können, wenn sie ihr Leitungsnetz selbst errichtet hätte. Als Termin für die Verbandsgründung und Konstituierung wurde der 11. Januar 1968 festgelegt, die entsprechende Verbandsversammlung fand im Gasthaus „Adler" in Biberberg statt.

Auch nach der Gründung wuchs der Verband weiter. Die Gemeinde Großkötz etwa hatte lange eine eigene Wasserversorgung: 1928 hatten sich 32 Hauseigentümer unter Bürgermeister Franz Xaver Sauter zum genossenschaftlichen Bau einer Wasserversorgungsanlage zusammengeschlossen; 1959 entstand eine größere, von den anschlusswilligen Bürgern finanzierte Brunnenanlage, die die Gemeinde 1963 mit allen Rechten und Pflichten übernahm. Als 1967 zwei neue Brunnen dem wachsenden Bedarf nicht mehr genügten, beschloss der Gemeinderat am 18. Juli 1968 den Beitritt zur Rauher-Berg-Gruppe.

Aus den ursprünglich getrennten kleinen Wassergenossenschaften und Zweckverbänden im Roth-, Biber- und Osterbachtal ist so über Jahrzehnte das heutige, weitverzweigte Verbandsnetz der Rauher-Berg-Gruppe entstanden, das mittlerweile rund 20.000 Menschen in zwei Landkreisen mit sauberem Trinkwasser versorgt.